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Lesung für den Baum (I) im Altonaer Museum

(Foto Gisela Baudy)

Am 15. Oktober 2026, treffen in der „Lesung für den Baum“ im Altonaer Museum Tanz, Literatur, Kunst und Nachhaltigkeit auf lebendige Bühnenpoesie. Mit Klängen, Bewegungen, Geschichten sowie deutschen und englischen Gedichten lädt das Süderelbetrio Ulrike Burbach, Gisela Baudy und Christian Baudy zu einer sinnlichen Reise in die Welt der Bäume ein.

V.l.n.r.: Ulrike Burbach, Gisela Baudy (Fotos Christian Baudy)

Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen. Anmeldung bitte unter bildung-vermittlung@am.shmh.de. Weitere Infos unter https://www.shmh.de/veranstaltungen/lesung-fuer-den-baum/

ECKDATEN:
WAS Lesung für den Baum (1) mit Ulrike Burbach, Gisela Baudy und Christian Baudy
WANN Donnerstag, 15. Oktober 2026, 18 Uhr
WO Altonaer Museum, Museumstraße 23, 22765 Hamburg
Eintritt frei – Spenden willkommen

Hintergrund:

Die Reihe „Lesung für den Baum“ ist eine poetisch-performative Veranstaltung, die Bäume als lebendige Mitwesen in den Mittelpunkt stellt.

Mit dem Tanz „Alte Bäume“, Kurzgeschichten, Sagen wie” Philemon und Baucis”, Baummythologie und Malereien reflektieren Ulrike Burbach, Gisela Baudy und Christian Baudy die Bedeutung der Bäume für unser Leben – als Lebensspender, als stille Zeugen und als gefährdete Wesen. Die Veranstaltung lädt Besucher:innen ein zum Innehalten, zum Nachdenken über ihre Beziehung zur Natur sowie zum achtsamen und wertschätzenden Umgang mit ihr.

„Das Süderelbe- Trio setzt sich zusammen aus: Philolog:innen, Bildungsakteur:innen und freischaffende Künstler:innen mit mehreren Veröffentlichungen.

Seit 2023 bietet das Trio unterschiedliche Veranstaltungs- und Lesungsformate mit Texten, Klängen und Bewegung an: Poetry in Motion, Stories in Motion, Am Rande der Stille und vieles mehr.

Ulrike Burbach: tanzt eigene Choreografien, malt, schreibt Erzählungen.

Gisela Baudy: schreibt Lyrik und Kurzgeschichten und
fotografiert.

Christian Baudy: BNE-Akteur (nun-Zertifikat der Freien und Hansestadt Hamburg), schreibt Lyrik, Kurzgeschichten und Kinderliteratur – auf Deutsch und Englisch, malt und fotografiert.

Verlagsparty bei Alles wird schön

Am 27. September 2026 hatte der kleine Harburger Verlag awsLiteratur zur öffentlichen Feier seines 10-jährigen Bestehens eingeladen. Fünf der bei awsLiteratur verlegten Autor:innen präsentierten Kostproben aus ihren Werken. Im anschließenden Austausch diskutierten Autor:innen, Gäste und Verlagsteam über Schreiben und Publizieren, Lese-Events und vieles mehr.

Foto und Komposition Gisela Baudy

Es ist schon bemerkenswert: Tatsächlich hat der kleine, ehrenamtlich geführte Verlag awsLiteratur,unter dem Dach von „Alles wird schön e. V.“, die ersten zehn Jahre überdauert. Auf den Tag genau. Und das, obwohl Selbstverlage mit Hilfe von BOD, Epubli, Kindle, Tredition und Co. immer weiter auf den Markt drängen – aus gutem Grund: Mittlere und Publikumsverlage verharren einerseits in „verlustängstlicher“ Abwehrhaltung gegenüber debütierenden Autor:innen und zahlen andererseits wenig attraktive Tantiemen.

„Bislang durfte das Verlagsteam 20 Autorinnen und Autoren bei ihren Buchprojekten begleiten“, erfahren die rund 20 Besuchenden von Christoph Nerger, Namensgeber und Mitbegründer des Verlags. „34 Buchtitel aus verschiedenen Genres sind daraus entstanden.“

Einführende Worte durch Jan Christoph Nerger und Publikum (Fotos Gisela Baudy)

Macht im Schnitt gut drei Bücher pro Jahr. Ob Anthologie, Biografie, Fantasy, Lyrik, Kinderbuch, Kurz- und Kriminalgeschichten, Reiseliteratur, Sachbuch oder Science-Fiction: Die Plattform sei und bleibe offen für alle vertretbaren Themen und Texte, insbesondere die von unbekannten Autorinnen und Autoren, so Nerger. Daumen hoch, Leute, für dieses langjährige Engagement!

Jan Christoph Nerger (Fotos Christian und Gisela Baudy)

Nun betritt Jan Christoph Nerger – als Autor der allerersten Stunde – die Lesebühne, setzt die Brille ab, nimmt seinen Debütroman „Club der Sturmvögel“ von 2017 zur Hand und fängt an. Gespannt tauchen wir in frühere Erinnerungen und die Midlife-Crisis seines Protagonisten Alex ein und beobachten die äußerst unelegante Trennung des 40-jährigen Popstars von seiner 25-jährigen Gespielin Silvia. Applaus für Autor und Geschichte.

Gisela Baudy (Fotos Ingeborg Witton)

Enter Gisela und Christian Baudy; zwei bislang hauptsächlich als Lyrikschreibende in Erscheinung getretene Autor:innen. Im Gepäck haben sie ihren gemeinsamen Gedichtband Winter im April – Gedichte und Aphorismen und platzieren eine Mini-Staffelei auf der grünen Samtdecke des Lesetischchens. Im poetischen Duett kreisen ihre deutschen und englischen Aphorismen und Kurzgedichte wie etwa Perspektiven-Wechsel, Fatal injustice, Eisvogel, Weißer Fleck, Frieden und Wider den Krieg um ökologische und gesellschaftliche „Eiszeit“, vielfarbig illustriert von Christians Malerei-Postern. Ach so, deshalb die Staffelei. Herzlicher Applaus für die zweisprachige Präsentation.

Es wird ernster. Christa Reimanns biografisches Erstlingswerk Lauschgesichter – Blitzlichter einer Kindheit in Hamburg 1938 bis 1945 katapultiert uns in die deutsche NS-Vergangenheit zurück. Ergriffene Stille im Publikum. Die Erinnerungen an Judenfeindlichkeit und Bombenhagel, erzählt aus der Perspektive der damaligen Grundschülerin Christa, schweben durch den Raum – schwere Kost verdaulich dargeboten. Auch Christa erhält gebührenden Applaus und geht mit uns allen in die Erfrischungspause.

Christa Reimann (Fotos Christian und Gisela Baudy)

Die zweite Runde der Gedichtdialoge der „Baudys“ aus Winter im April schlägt ein „Neues Kapitel“ auf. Kurze poetische Sequenzen wie Winter im April, Wende, Aufmerken, Change und Da–Sein treten zusammen mit Christians Malereien vor das aufmerksame Publikum und danken für den Applaus.

Und nun bahnt sich etwas ganz anderes seinen Weg in die Zuhörerschaft: der druckfrische, ungeschminkte Erfahrungsbericht Mein Mann, Lilian und ich von Jade Sten. Gelesen von Gisela Baudy, da Jade heute zum allseitigen Bedauern nicht selbst anwesend sein konnte. Wie gehst du als Ehefrau damit um, wenn sich dein Mann plötzlich als femininer Crossdresser outet? Und sein Outfit etwa mit Perücke, Jeansrock, Spitzenunterhöschen, ausgestopftem BH und weiteren allgemein als weiblich erachteten Accessoires erweitert? Verstörung, Ablehnung und beiderseitige Hilflosigkeit sind die Folge, schreibt die Autorin. Gibt es ein Happy End? Das bleibt heute offen – der typische „Cliffhanger“ eben. Der Beifall des geneigten Publikums markiert das Ende der Lesung.

Diskussion und Sektumtrunk (Fotos Christian Baudy)

Jetzt beginnt der gemütliche Teil. Natürlich in der Küche. Sekt schäumt in den Gläsern, „lautes“ Viva con Agua wird nachgefragt, Kronkorken von Limonaden-Getränken landen auf der lachsfarbenen Tischdecke und allerlei Knabberkram findet zwischen lebhaften Fragen, Antworten, Einschätzungen und Beurteilungen seinen Weg von der Hand in den Mund. Gegen 19 Uhr – wie schnell doch der Sonntagnachmittag vergangen ist – verlässt der letzte Gast die Party.

Text: Moritz Mahler
Fotos: Gisela Baudy, Christian Baudy, Ingeborg Witton

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27.09.2026 – 10 Jahre awsLiteratur!

Wir laden ein!

(Foto und Komposition Gisela Baudy)

Wo: Alles wird schön e.V., Friedrich-Naumann-Str.  27, 21075 Hamburg-Heimfeld

Wann: Sonntag, 27.09.2026, 16.00 Uhr (Zugang barrierefrei möglich, WC leider treppab)

Am 27.9.2016 versammelte Wilfried Abels eine gesellige Runde in einem Café und man beschloss unter dem Dach von Alles wird schön e.V. das Verlagsprojekt awsLiteratur ins Leben zu rufen. Das aktuelle Team besteht aus Wilfried Abels, Jan Christoph Nerger, Gisela & Christian Baudy, sowie Susann Dettmann.

Foto Christian Baudy

10 Jahre awsLiteratur und 34 Buchtitel wollen wir feiern!

Am Sonntag, 27.9.2026, ab 16.00 Uhr ist folgendes Programm geplant:

Danach ist Party-Open End mit Sekt, lebendigem Austausch und Bücheransicht angesagt!

Eintritt frei, so seid dabei!

> Bericht mit Fotos

Eröffnung „Lost Places“ bei Alles wird schön am 12. September

Plakat mit Malerei von Christian Baudy

Die Galerie „Alles wird schön e. V.“ in Hamburg-Heimfeld lädt am Sonnabend, 12. September 2026, ab 16.00 Uhr zur Vernissage von „Lost Places –Places Lost and Found“ ein. Die Ausstellung mit Christian Baudy und Inge Förtsch nimmt euch auf kreative Weise mit auf eine Reise zu „verlorenen und wiedergefundenen Orten“.  Sie läuft vom 13. bis 16. September.

In seinen Arbeiten nähert sich der awsLiteratur-Autor und experimentelle Maler Christian Baudy dem Thema aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Seine Mini-Installationen sowie die Kombinationen aus Malereien und deutschen und englischen Texten spielen visuell und gedanklich mit mythologischen, inneren und aktuellen äußeren Szenarien.

Die Künstlerin und Kunstpädagogin Inge Förtsch erforscht Lost Places des Alltags in ihrem Gesellschaftsspiel und thematisiert Unerreichbares, Unerfülltes, Unersetzbares und Unergründliches. Und zwar mit ihrem selbst gestaltbaren In-Character-Tagebuch, das ihr vor Ort ausprobieren und erwerben könnt.

 Darüber hinaus laden Chris Baudy und Inge Förtsch alle Besuchenden ein, Teil der Präsentation zu werden – mit thematisch passenden, eigenen aktuellen oder früheren Werken wie (Comic-) Zeichnungen, Malereien, Fotografien, Drucken, Texten etc.

Schaut gerne vorbei und begebt euch auf Spurensuche. Der Eintritt ist frei. Der Zugang zum Ausstellungsraum ist barrierefrei (WC-Anlage nicht).

ECKDATEN:
WAS: „Lost Places – Places Lost and Found“– Ausstellung: Malereien, Texte, Installationen, Gesellschaftsspiel
WANN: Eröffnung am Samstag, 12.09.26, 16 Uhr, Ausstellung vom 13.9 bis 16.9.
WO: Galerie Alles wird schön, Friedrich-Naumann-Straße 27, 21075 Hamburg
Eintritt frei
Bedingt barrierefrei (nur Ausstellungsraum)

Text Gisela Baudy
Malereien und Installationen von Christian Baudy (Fotos Gisela Baudy)
> https://www.instagram.com/p/DdA6T8qjVBt/

Verlagslesung sehr erfolgreich: Geschichten im Fluss

eit der 11. Ausgabe der SuedLese bot der kleine Heimfelder Verlag awsLiteratur in den Räumlichkeiten der Galerie „Alles wird schön“ eine sonntägliche Auswahl aus dem aktuellen Verlagsprogramm. 20 Gäste begaben sich am Nachmittag des 15. März 2026 in die unterschiedlichen Erzählwelten von Diether Siegel, Ulrike Burbach, Wilfried Abels und Jan Christoph Nerger.

„Was haben HaPe Kerkeling und ich gemeinsam?“, eröffnete Diether Siegel seinen Auftritt. Gespannte Stille im Raum. Die Auflösung: mehr als wir erahnen konnten. Beide waren vor über 20 Jahren als Einzelgänger zu Fuß „dann mal weg“ und schrieben einen Bestseller beziehungsweise einen „Testseller“, wie Diether Siegel sein neuestes Werk „Way of Life“ mit Augenzwinkern einordnet. Allgemeines Schmunzeln und Lachen um mich herum.

In Begleitung seiner Hündin Luna folgen wir dem Autor auf seiner 56-tägigen Wanderung von Hamburg in seine Geburtsstadt Gaissau am Bodensee. Glücksmomente und Enttäuschungen mischen sich mit philosophisch-spirituellen Gedanken und der Hoffnung, dass mehr Menschen nach Entschleunigung suchen und selbst auf Lebenswanderung gehen. Wir entlassen ihn mit Applaus.

Jetzt ist die Bühne frei für Ulrike Burbach – eine begeisterte Tänzerin, Malerin und Autorin. Sie richtet ihre Scheinwerfer auf zwei ungleiche Geschwisterpaare und lässt in „Fallen“ die Puppen, oder besser, ihre Protagonistin Mara leidenschaftlich tanzen in einem stark unterkühlten Veranstaltungsschuppen. Dann wechselt die Szene nach Kenia. Wir begegnen der zweiten Hauptfigur Johanna, Maras Schwester, die seit längerem in Afrika eine Farm betreibt.

In den Auszügen aus „Der Abschied“ bleiben wir der Protagonistin Jasna dicht auf den Fersen bei ihrer verzweifelten Suche nach ihrem Bruder Franco, der sich nach langer Zeit telefonisch bei seiner Schwester gemeldet hat. Bei der Begegnung hegt Jasna starke Zweifel an seiner Identität. Nach dem Applaus drückt der Veranstalter die Pausetaste und wir erfrischen uns in der Küche mit ein paar Soft-Getränken.

Gestärkt nehmen wir wieder Platz für die zweite Runde und geraten mit Wilfried Abels in die fantastische Welt von „Cazielle – Der Wald erwacht“. Aritella kommt auf den Plan, eine aufmüpfige junge Zauberin, die sich unbelehrbar mit ihrem Vater und Ratsmitglied von Cazielle Konrad Illenor auseinandersetzt.

Der Magier kämpft mit der Eigenwilligkeit seiner Tochter. Sie hält unbeirrt dagegen und will unbedingt in den umliegenden Wald, obwohl alle um seine tödlichen Gefahren wissen. Wir quittieren den Ausflug in die Zauberwelt mit Beifall.

Zum Abschluss der Veranstaltung heißt es: warm anziehen. Denn Jan Christoph Nerger nimmt uns in „Einzug des Leviathans“ mit ins kühle Nass der Wale. Gemeinsam mit der Rostocker Meeresbiologin und Wissenschaftsjournalistin Susan Winter begeben wir uns in die Forschungsatmosphäre an Bord des U-Boots Sepia.

In den kälteren Regionen des Atlantiks gehen Haupt- und Nebenfiguren nebst Publikum auf Tauchstation. Als alle wieder auftauchen, befinden wir uns auf Helgoland und schauen dem 14-jährigen „local hero“ über die Schulter – auf die aufgewühlte Nordsee.

Mit unserem Applaus setzen wir den Schlussstrich unter die bunte Lesung und den Anfangspunkt für einen lockeren Ausklang.

Text: Christian Baudy
Fotos: Gisela Baudy

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